Schule am Silberbach
 

 

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UNTERRICHT AN UNSERER SCHULE

Aufgabe und Ziel unserer Schule ist es, jeden einzelnen Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen durch differenzierten Unterricht und ein anregendes Schulleben in seiner Persönlichkeitsentwicklung, seinem Sozialverhalten, sowie seinen kognitiven und praktischen Fähigkeiten bestmöglich zu fördern. Der gesamte Unterricht  und das Schulleben an unserer Schule ist somit  auf die sonderpädagogische Förderung unserer Schüler ausgelegt.

Zunächst wird mit Hilfe diagnostischer Daten der Förderbedarf jedes einzelnen Schülers  erfasst und dokumentiert. Die Dokumentation wird zweimal im Jahr aktualisiert. Die Förderung der Schüler bedarf dem Einsatz sonderpädagogischer Maßnahmen, die dem Kind dabei helfen sollen, den individuellen Förderbedarf soweit wie möglich abzubauen.  

Nähere Informationen dazu finden sie hier: Dokumentation des Förderbedarfs (PDF Dokument)

Die Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache legt besonderen Wert auf  die umfassende Sprachförderung. Leider sind die personellen und räumlichen Bedingungen an unserer Schule zur Zeit nicht so gelagert, dass jedes Kind eine Einzel- oder zumindest eine Gruppentherapie erhalten kann. Diese kann nur in besonderen Fällen angeboten werden.

An unserer Schule wird Sprachtherapie sowie die Förderung anderer Bereiche wie Wahrnehmung, Motorik und Sozialverhalten daher im sogenannten Therapieorientierten Unterricht angeboten.

Therapieorientierter Unterricht umfasst verschiedene Interventionsmöglichkeiten:

additive Therapie ( Einzelarbeit mit einem Kind während einer Stillarbeitsphase

 integrierte Therapie (z.B. Artikulationsübungen bei der Lautanalyse im Erstunterricht)

immanente Therapie (der Unterrichtsgegenstand selbst ist therapierelevant z.B. in der rhythmisch-musikalischen Erziehung und in praktisch jedem Bereich des Faches Deutsch).

 

Additive Therapie:

Die Bildung der Laute, die in der ambulanten Sprachtherapie angebildet und geübt wurden, können im Unterricht eingefordert werden. (Übertrag von der Therapiesprache in die Spontansprache)

Kinder mit Schwierigkeiten auf der morphologisch-syntaktischen Ebene können mit Modulationstechniken zur Übernahme korrekter Satzmuster angeregt werden.

Stotternde Kinder können an den Einsatz ihrer geübten Sprechtechniken erinnert werden.

Kinder mit Schwierigkeiten auf der kommunikativ-pragmatischen Ebene können zu langsamen, strukturierten Sprechen angeleitet werden. Besonders sprechscheue Kinder erhalten zusätzliche Möglichkeit, sich sprachlich mitzuteilen.

 

Integrierte Therapie:

Diese findet vor allem in den unteren Klassen bei der Einführung der Buchstaben statt. Dabei werden vielfältige Artikulationsübungen zu diesem Buchstaben sowie ergänzende auditive und visuelle Wahrnehmungsübungen durchgeführt.

 

Therapieimmanenter Unterricht:

Unterrichtsthemen und Inhalte werden so ausgewählt und aufgearbeitet, dass sie den sprachlichen Förderbedürfnissen der Schüler gerecht werden. Dabei werden insbesondere kommunikationsförderliche Unterrichtssituationen hergestellt, in denen die Schüler sich auf ihrem sprachlichen Niveau einbringen können. Konkret bedeutet dies, dass in einem therapieimmanenten Unterricht in allen Fächern bewusst sprachtherapeutische Maßnahmen eingeplant werden können:

Die Lehrer verwenden eine Sprache, die geprägt ist durch einfache und klare Satzstrukturen sowie einem Wortschatz, der dem Sprachstand der Schüler angepasst ist.

Bei freien und strukturierten Sprechanlässen wird ständig angestrebt, den Wortschatz und die Sprachstruktur systematisch zu erweitern und aufzubauen.

Die Lehrer achten darauf, viele Sachverhalte zu verbalisieren und handlungsbegleitend zu sprechen, um sprachliche Strukturen zu verdeutlichen und damit sprachliches Lernen zu unterstützen.

Die Lehrer arbeiten mit korrektivem Feedback. Dies bedeutet, dass fehlerhafte Schüleräußerungen in Form einer Frage oder einer wiederholenden Zusammenfassung korrigiert wiederholt werden. So wird das Kind nicht direkt kritisiert, merkt aber, dass es verstanden wurde und hört, wie die Äußerung richtig ausgesprochen wurde.

Die Lehrer wenden Methoden des entwicklungsproximalen Unterrichts an. Dabei wird ein bestimmtes sprachliches Phänomen, z.B. der richtige Gebrauch des Dativs, über einen längeren Zeitraum in jedem Unterrichtsfach besonders betont und hervorgehoben. Durch diesen sehr intensiven Input einer einzelnen sprachlichen Struktur erhalten die Schüler die Gelegenheit, ihre Aufmerksamkeit verstärkt darauf zu lenken und diese Strukturen zu verinnerlichen.

Therapieinhalte sind eng verzahnt mit dem Schriftspracherwerb. Besonders im Anfangsunterricht wird die phonologische Bewusstheit intensiv trainiert. Beim Erlernen von Buchstaben werden Handzeichen als Artikulations- und Strukturierungshilfe eingesetzt.

Insgesamt wird das sprachliche Empfinden regelmäßig durch die Durchführung rhythmischer Spiele, Fingerreime und später auch durch Gedichte gefördert. Besonders in den unteren Klassen werden möglichst alle Sinne mit einbezogen.

 

 

Therapieimmanenter Unterricht umfasst an unserer Schule weiterhin auch den Einsatz vielfältiger Wahrnehmungsübungen und vielfältige Angebote zur Förderung der Motorik.

Die Bereiche auditive und visuelle Wahrnehmung, sowie Bereiche der Feinmotorik werden dabei besonders berücksichtigt.

Weiterhin sind das ständige Einüben und Wiederholen von angemessenen sozialen Verhaltensweisen (z.B. Regelverhalten, friedvolles Miteinander, gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz) notwendige und feste Bestandteile eines jeden Unterrichtstages.  

Trotz des therapieorientierten Unterrichts kann es aufgrund des Schweregrades der Sprachbeeinträchtigung notwendig sein, dass einige Kinder ergänzend  ambulante Therapie in einer sprachheilpädagogischen oder logopädischen Praxis erhalten. In der Regel tauschen sich die Lehrer mit den externen Therapeuten regelmäßig aus. 

Zum Unterricht im Bildungsgang Lernen finden Sie hier nähere Informationen:

Bildungsgang Lernen (PDF Dokument)

 

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